Mehr Barrierefreiheit durch Googles Android Silver?

9. Mai 2014

Update 19. September 2014:

Nach Medienberichten (siehe der Ars Technica Artikel Google’s rumored Android Silver program is reportedly dead) ist das Android Silver-Programm, über das wir im Mail 2014 berichteten, inzwischen eingestelllt worden.

Hier die ursprüngliche News-Meldung vom 9. mail 2014:

Mehrere Technik-News-Portale berichten von Plänen Googles, der zunehmenden Fragmentierung des Android-Betriebssystems durch das Programm "Android Silver" entgegenzuwirken, das sich als Qualitätsmerkmal bei Herstellern von Smartphones durchsetzen soll. Eigene Google-Hardware, wie die mit Herstellern wie Asus und LG produzierte Nexus-Reihe, soll es dann nicht mehr geben.

So sollen sich Hersteller, die am Silver-Programm teilnehmen, verpflichten, Apps von Drittanbietern zu entfernen und die Geräte schnell mit Googles Android-Updates auszustatten.

Der Silver-Standard wird Anbieter mit eigenen Benutzeroberflächen unter Druck setzen. Andere Hersteller, selbst Supermarktketten, können eigene Hardware mit Android Silver viel kostengünstiger anbieten, als dies bei der Umsetzung von Android mit einer eigenen Benutzeroberfläche (auch "Skin" genannt) möglich wäre. Bekannte Skins sind TouchWiz (Samsung), Sense (HTC) oder Xperia UI (Sony) .

Da die Barrierefreiheit von Googles unverändertem Android-Betriebssystem in der Regel besser ist als die der Android-Skins, ist dies für Menschen mit Behinderung erstmal eine gute Nachricht. Es gibt aber auch Fälle, bei denen die Hersteller-Skins dem unveränderten Google-Android überlegen sind. So zeigte sich in INCOBS-Tests, dass die Schriftvergrößerung bei Samsungs TouchWiz deutlich besser ist als die der unmodifizierten Android-Oberfläche.

Für mehr Infos siehe:

Kommentare

Einen Kommentar schreiben