ColorSay – Farberkennung im Kurztest

14. Dezember 2015

Colorsay im Einsatz bei der Unterscheidung von Aktenordnern

Mit der iOS-App ColorSay (€ 2,99) lassen sich Farben erkennen. Die App nutzt die Kamera des iPhones. Die Farberkennung ist recht präzise. Die Bedienung der App ist für VoiceOver-Nutzer vollständig barrierefrei.

Wahlweise kann der Punkt- oder Flächenmodus aktiviert werden. Im Punktmodus ist die Farberkennung auf einen kleinen Bereich in der Mitte des Bildes eingeschränkt. So kann die Farbe auch kleinerer Objekte erkannt werden. Haben Objekte (etwa Stoffe) einzelne oder mehrere Farben, sagt ColorSay diese beim Abtasten mit der Kamera recht präzise an (etwa „lachsfarben“ oder „königsblau“). Ist hingegen der Flächenmodus aktiviert, wird ein größerer Bereich in die Farberkennung mit einbezogen und die Farbe gemittelt.

Die App hat umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten. So lässt sich etwa die Abtastgröße genau einstellen. Je höher der Abtastwert eingestellt wird, desto größer ist die Fläche, die einbezogen wird. Die Farben werden wahlweise mit der eigens eingebauten Sprachausgabe oder mit VoiceOver ausgegeben.

Zusätzlich zur Sprachausgabe kann man auch Klänge einschalten, die der Farbe entsprechen. Die Farbintensität entspricht dann der Lautstärke, die Töne wechseln mit der Wellenlänge der Farbe. Die Farben können auch als Dreiklang ausgegeben werden. Wie nützlich das für blinde Nutzer in der Praxis ist, war uns unklar. Über Nutzerkommentare hierzu wären wir dankbar.

Die App hat ein hilfreiches FAQ, in dem ausführlich auf die Verwendung mit VoiceOver eingegangen wird. Eine Android-Version der App gibt es leider nicht.

Der Hersteller White Marten UG wurde über den Test informiert.

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