Tablet-Tests mit blinden Nutzern: Überblick

5. Februar 2014

Getestete Tablets: Nexus 7, iPad mini, Thinkpad Helix

Im November 2013 haben wir drei Tablets mit blinden Nutzern getestet: Googles Nexus 7, Apples iPad mini, und Lenovos ThinkPad Helix, ein Windows 8 Hybridgerät mit abnehmbaren Bildschirm.

Die Tests mit Nutzern ergänzten wir durch technische Prüfungen. Dieser Artikel beschreibt die Ergebnisse im Überblick, den Hintergrund der Tests und unser Vorgehen. Weitere Artikel beschreiben die Einzelergebnisse der Tests:

Außerdem beschreiben zwei Artikel generelle Schwierigkeiten bei der Tabletnutzung:

Ergebnisse im Überblick

Im Folgenden geben wir einen Überblick über Stärken und Schwächen der getesteten Tablets (bzw. der jeweiligen Betriebssysteme und Screenreader).

Hinweis: Die mit * (Sternchen) gekennzeichneten Einträge sind oft entscheidend bei der Auswahl geeigneter Geräte, aber nicht Resultat unserer Tests.

iPad mini, iOS 7, VoiceOver

Stärken des iPad mini Tablets

  • Bestes und ausgereiftestes gestisches Bedienkonzept
  • Schnellste und verständlichste Sprachausgabe
  • Fühlbare (haptische) Home-Taste für die Rückkehr zum Home-Bildschirm
  • Insgesamt vollständigste Beschriftung der Bedienelemente
  • Vollständigste Ausgabe von Rollen und Werten der Bedienelemente
  • Vollständigste und verständlichste interaktive Bedienhinweise
  • Beste Umsetzung des An- und Abschaltens der Sprachausgabe
  • Beste Startseite, gute Auffindbarkeit von Apps
  • Gute virtuelle Tastatur
  • Technische Umsetzung fast ohne Bugs
  • Flüssiger Installationsprozess (aber kein vorgeschaltetes Tutorial)
  • Beste Umsetzung des Entsperrens
  • Bestes PDF-Handbuch (barrierefrei)
  • Größte Auswahl barrierefreier Apps*

Schwächen des iPad mini Tablets

  • Die Beschriftung von Bedienelementen ist an manchen Stellen schlecht verständlich
  • Nicht-modale Einblendfenster können zu Datenverlusten führen
  • Einige Fehler beim Fokusmanagement (z.B. nach Schließen von Pop-ups)
  • Einige Schwächen bei der Benutzerführung (Dialoge zum Sichern von Eingaben fehlen)

Nexus 7, Android 4.4., TalkBack

Stärken des Nexus 7 Tablets

  • Oft gute und verständliche Umsetzung von Funktionen
  • Gute modale Anlage von Einblendfenstern/Pop-ups
  • Beschriftungen von Elementen stellenweise klarer als beim iPad
  • Brauchbare Systemoberfläche, aber umständlicher als iPad (Apps nicht auf Home-Bildschirm)
  • Gute virtuelle Tastatur
  • Insgesamt brauchbarer Installationsprozess mit Sprachausgabe
  • Vorgeschaltetes Gestentutorial bei der Installation
  • Brauchbares, aber im Vergleich zum iPad umständlicheres Entsperren

Schwächen des Nexus 7 Tablets

  • Im Vergleich zum iPad weniger ausgereiftes gestisches Bedienkonzept
  • Sprachausgabe träger als beim iPad, mit gelegentlichen Aussetzern
  • Keine fühlbare (haptische) Home-Taste
  • Selbst bei Standard-Apps (Kalender) schwerwiegende Lücken bei der Umsetzung von Funktionen, die die praktische Brauchbarkeit in Frage stellen
  • Gelegentliche Lücken bei der Beschriftung der Bedienelemente
  • Häufiger lückenhafte Ausgabe von Rollen der Bedienelemente
  • Fehleranfälliges gestisches Anschalten der Sprachausgabe
  • Einige Hürden beim Installationsprozess mit Sprachausgabe
  • Unausgegorene Systemupdates bringen Änderungen bei Funktionen (Verbesserungen, aber auch Verschlechterungen)
  • PDF-Handbuch nur englischsprachig

ThinkPad Helix, Windows 8.1

Stärken des ThinkPad Helix Tablets

  • Insgesamt verständliche Startseite mit Kacheln
  • Fühlbare (haptische) Windows-Taste für die Rückkehr zum Startbildschirm (Modern Interface)
  • Brauchbare, aber etwas umständliche Sprachausgabe
  • Gute, wenn auch umständliche interaktive Bedienhinweise
  • Meist verständliche Beschriftung von Bedienelementen
  • Stellenweise beste Benutzerführung (Dialoge zum Sichern von Eingaben)
  • Insgesamt gutes Fokusmanagement, aber Schwächen bei der Fokusreihenfolge
  • Brauchbare virtuelle Tastatur, aber mit Schwächen (Taste zum Ausblenden)
  • Möglichkeit der Verwendung von Office-Programmen (dafür ist aber ein externer Screenreader wie JAWS, NVDA oder Window-Eyes und in der Regel eine Tastatur erforderlich)*

Schwächen des ThinkPad Helix Tablets

  • Weniger ausgereiftes und von den Marktführern abweichendes gestisches Bedienkonzept (häufiger Fokusverlust bei Einblendmenüs)
  • Schlechtere Abgrenzung von Gesten, häufige Fehleingaben
  • Selbst bei Standard-Apps (Kalender) zum Teil schlecht verständliche und lückenhafte Umsetzung von Funktionen, die die praktische Brauchbarkeit in Frage stellen
  • Schwächen in der Fokusreihenfolge von Elementen
  • Unerklärliche Lautstärkeschwankungen bei der Sprachausgabe
  • Oft fehlendes Tastaturecho beim Löschen von Fehleingaben
  • Verdoppelungen von Fokuspunkten bei Standard-Bedienelementen
  • Umsetzung der Sprachausgabe öfter fehlerhaft, unausgereift wirkend, unerklärliche Wechsel in der Ausgabe der gleichen Elemente
  • Doppeltes Desktop-Konzept insgesamt schwierig: Narrator reicht für den klassischen Desktop nicht aus*
  • Lange, fehleranfällige Wege zu den Einstellungen für erleichterte Bedienung
  • Aufwecken und Entsperren umständlicher als beim iPad mini und beim Nexus 7
  • PDF-Handbuch unvollständig, unzugänglich (aber Informationen zu Narrator auf der Web-Site)

Fazit

Was die Nutzbarkeit für blinde Menschen angeht, ist das iPad mini deutlicher Gewinner. Das Nexus 7 kann nicht mithalten: viele Grundfunktionen (Entsperren, Systemoberfläche mit Apps, Home-Taste) sind beim iPad einfach besser umgesetzt und wichtige Teile der Aufgaben konnten nicht oder nur mit Schwierigkeiten bewältigt werden. Die Alltagstauglichkeit von Android für blinde Nutzer ist damit weiterhin fraglich. Windows landet auf dem dritten Platz. Das gestische Bedienkonzept ist fehleranfällig und die Umsetzung der Zugänglichkeit des Windows Modern (früher Metro-) Interfaces durch den eingebauten Screenreader Narrator wirkt noch sehr unausgegoren.

Bewertung der Ergebnisse

Das Ergebnis überrascht nicht und bestätigt Erfahrungsberichte von blinden Nutzern, die große Hoffnungen in Android gesetzt hatten, dann aber nach vielen Problemen aufgegeben haben. Siehe etwa die Android-Erfahrungsberichte von Marco Zehe (englisch) oder Chris Hofstader (englisch). Windows 8 Tablets haben eine Sonderrolle, da sie oft als Hybridgerät mit Tastatur verkauft werden und dann zumeist im Desktop-Modus und mit externem Screenreader genutzt werden.

Die Nutzertests haben gezeigt, dass blinde Menschen ohne vorgängige Erfahrungen mit der Touchbedienung schon eine Weile brauchen, bis sie mit einem Tablet zurechtkommen. Hier gibt es große individuelle Unterschiede. Einige Nutzer gingen sehr systematisch vor und erschlossen sich auf diese Weise das Gerät und die gestellten Aufgaben, andere waren eher impulsiv, wobei Frustration nicht ausblieb. Einige Nutzer hatten die Grundzüge der gestischen Eingabe (die Wischgeste, das Doppel-Tippen) schnell raus, andere kämpften längere Zeit mit Problemen wie dem Fokusverlust durch versehentliche Berührungen des Screens. Auch bei der Interpretation der Sprachausgabe (z.B., ob der Sinn von ausgegebenen Namen der Bedienelemente verstanden wurde) gab es große Unterschiede. Grundsätzliches dazu steht in den Artikeln Schwierigkeiten bei der Touchscreen-Bedienung durch blinde Nutzer und Interface-Probleme bei Tabletnutzung mit Sprachausgaben.

Bei allen Nutzern war aber festzustellen, dass die Bedienung im Verlauf der Tests einfacher wurde. In der Regel waren dennoch öfter Hinweise durch die Testleitung erforderlich, wenn Nutzer "stecken blieben" oder etwa ungewollt Apps oder andere nicht zu den Aufgaben gehörende Zustände aufgerufen hatten. Die Aufgaben selbst waren zum Teil leicht durchführbar, andere erwiesen sich als schwierig oder sogar unmöglich. Mehr dazu im Artikel Tablettest mit blinden Nutzern - Übliche Aufgaben im Vergleich.

Warum Tablets mit blinden Nutzern testen?

Tablets werden am Arbeitsplatz auch von blinden und sehbehinderten Nutzern immer häufiger in Ergänzung zum traditionellen Desktop-Computer eingesetzt. Sie werden auch abseits des stationären Arbeitsplatzes (etwa bei Meetings oder geschäftlichen Reisen) für verschiedene Zwecke genutzt: für die Orientierung, für mitlaufende Kommunikation (Mails checken), für Online-Browsen und Suchen, für Notizen (dies meist mit angeschlossener Tastatur) und für das Aufnehmen, Scannen und Nah- bzw. Später-Lesen von Flipcharts oder anderen Dokumenten.

Wir wollten in unserem ersten Tablet-Test herausfinden, inwieweit Tablets für blinde Nutzer ohne vorherige Erfahrung mit Touchscreen-Geräten benutzbar sind. Wir haben die meistgenutzten Tablet-Betriebssystemumgebungen getestet: iOs, Android und – zurzeit mit deutlichem Abstand, was Nutzerzahlen angeht – Windows 8. Weitere Tests zur Nutzbarkeit von Tablets für sehbehinderte Menschen werden folgen.

Ein zweigleisiges Vorgehen: Erstinstallation und einfache Aufgaben

Wir haben sowohl Erstinstallationstests als auch Aufgabentests durchgeführt. Zusätzlich prüften wir die PDF-Handbücher.

Erstinstallationstest

Im Erstinstallationstest wollten wir herausfinden, inwieweit blinde Nutzer ohne vorgängige Erfahrung mit Touchscreen-Geräten nach einer kurzen Einführung zum Geräte-Layout, zum Anschalten der Sprachausgabe und den wichtigsten Gesten in der Lage sein würden, ein im werksseitigen Zustand ausgeliefertes Tablet in Betrieb zu nehmen - vom Finden des Knopfes fürs Einschalten und der Aktivierung der Sprachausgabe bis hin zur Registrierung und Nutzung von Online-Anleitungen, Einführungen und Handbüchern. Um die grundsätzliche Durchführbarkeit der Installation von den zu erwartenden anfänglichen Nutzungsschwierigkeiten zu trennen, wurde der Installationsvorgang dann noch ergänzend genauer in Expertentests untersucht.

Die Erstinstallation testeten wir nur beim iPad und dem Nexus 7, da das ThinkPad mit Tastatur ausgeliefert wird und die Installation von Windows 8.1 ohnehin schlecht mit der von mobilen Betriebssystemen wie iOS und Android vergleichbar ist. Im Vergleich zeigte sich, dass das Nexus an einigen Stellen schwieriger zu installieren war. Etwas Vorwissen, etwa über das Einschalten der Sprachausgabe, ist in beiden Fällen erforderlich. Mehr dazu im Artikel Test der Erstinstallation von Tablets durch blinde Nutzer.

Aufgabentest

Für den Aufgabentest wählten wir drei Basisaufgaben, für die Standard-Apps des Betriebssystemanbieters zur Verfügung stehen: Das Anlegen und Aufrufen eines Termins im Kalender, der Aufruf einer Seite im Browser über die Adresseingabe und die Änderung der Sprachgeschwindigkeit in den Nutzereinstellungen. Unser Ziel war zu prüfen, inwieweit Nutzer diese Aufgaben selbstständig (ohne sehende Hilfe) erledigen konnten. Wir nannten den Nutzern Schritt für Schritt die definierten Aufgaben und gaben dann Hinweise, wenn sie nicht weiter wussten (Hinweise, die wir notierten und bei der Auswertung mit einbezogen). Die Beschränkung auf wenige Basisaufgaben diente dazu, den Test überschaubar zu halten und die Ergebnisse ohne allzu großen Verzug vorstellen zu können.

Die Aufgabentests zeigten eine Reihe von Mängeln der Apps, etwa nicht bedienbare Elemente, nicht modale Pop-ups, Lücken bei der Ausgabe von Rolle und Wert oder schlechtes Fokus-Management. Mehr dazu im Tablettest mit blinden Nutzern - Übliche Aufgaben im Vergleich.

Die zusätzlich vorgenommenen technischen Prüfungen der drei Kalender-Apps bieten mehr Details (auf Englisch):

Handbücher

Bei der Prüfung der Benutzerinformationen und Handbücher zeigte sich, dass sowohl das iPad- wie auch das Nexus-Handbuch die wichtigsten Informationen zur Sprachausgabe bieten. Das PDF-Handbuch von Google ist leider nur auf Englisch verfügbar, jedoch gibt es eine deutsche Online-Hilfe, die ähnliche Informationen bietet. Auf Informationen der Internetseite des Herstellers ist auch der Windows-Nutzer angewiesen. Das Produkthandbuch von Microsoft ist nicht zugänglich, außerdem hat es eher den Charakter einer werblichen Produktvorstellung. Die Sprachausgabe wird hier nicht erläutert. Mehr zu den Ergebnissen im Artikel Benutzerinformationen und Handbuch des iPad, Google Nexus 7 und Windows 8 im Vergleich.

Testnutzer und Ablauf

Als Testpersonen für beide Tests wählten wir blinde Nutzer mit Arbeitsplatzerfahrung im Umgang mit Desktop-Computern und Screenreadern, jedoch ohne Vorwissen im Umgang mit Touch-Geräten. Wir hatten in den Aufgabentests drei blinde Nutzer für jedes der Geräte. Ein/e Testleiter/in gab eine Kurzeinführung in die Bedienung, nannte die Aufgaben und gab wenn nötig Hilfestellung, während die Protokollantin den Erfolg / Misserfolg bei der Durchführung sowie Kommentare und Anmerkungen notierte.

Die Erstinstallationstests ohne Vorwissen stellten sich für die Testpersonen als sehr schwierig heraus, weswegen wir nach einem ersten Test mit jedem Gerät entschlossen, die Erstinstallation mit einer technischen Prüfung der Abläufe zu ergänzen. Die Nutzertests hatten hier also in erster Linie heuristische Bedeutung, in dem sie eine Reihe unterschiedlicher Probleme aufzeigten, die nur zum Teil als echte Zugänglichkeitsprobleme zu Buche schlagen.

Bei den Aufgabentests traten recht unterschiedliche Probleme auf, auch abhängig vom persönlichen Habitus und den bevorzugten Lösungsstrategien der verschiedenen Probanden. Bei der geringen Anzahl von Probanden sind die Ergebnisse nicht statistisch belastbar. Immerhin wurden aber vielfach Schwachstellen deutlich, besonders natürlich da, wo sich Eingaben im Screenreader-Modus als nur schwer oder gar nicht durchführbar erwiesen, aber auch bezüglich der Benennung von Funktionen und der Vollständigkeit von Nutzer-Anweisungen und Rückmeldungen auf Nutzereingaben.

Zur Terminologie

Wischgesten (englisch: swipe gesture) werden in den Handbüchern und auch in den von Screenreadern ausgegebenen Tipps zu Bedienung "Streichgesten" genannt. Weitaus üblicher im Alltagsgebrauch ist im Deutschen die Bezeichnung "Wischgeste", die wir deshalb durchgängig verwenden.

Getestete Geräte / Betriebssystemumgebungen

Unsere Auswahl an Geräten deckte die wichtigsten Betriebssystemumgebungen für Tablets ab. Wir testeten folgende Tablets:

  • ein iPad mini mit iOS7
  • ein Google Nexus 7 mit Android 4.2, dann 4.3 (Test später überprüft unter Android 4.4.2 und ergänzt),
  • ein ThinkPad Helix mit Windows 8.0 (Test später überprüft unter Windows 8.1 und ergänzt)

Übertragbarkeit der Ergebnisse

Wir gehen davon aus, dass sich die Ergebnisse für iOS und Android auf die größeren Geschwister der getesteten Geräte, Nexus 10 und das große iPad / iPad Air, übertragen lassen (soweit auf diesen die gleiche Betriebssystemversion läuft). Die Ergebnisse für das ThinkPad Helix sind aller Wahrscheinlichkeit nach auf andere Tablets unter Windows 8 / 8.1 und dem ThinkPad ähnliche Hybridgeräte übertragbar (abgesehen von der Positionierung physischer Tasten am Gerät). Inwieweit die Windows-Testergebnisse auf Windows RT übertragbar sind, konnten wir nicht überprüfen. Hier sind wir für Hinweise und Kommentare dankbar.

Die Nexus-Testergebnisse lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres auf Tablets anderer Hersteller, die Android einsetzen, übertragen, da Hersteller wie Samsung, Amazon Kindle, Asus oder Intenso eine vorinstallierte eigene Oberfläche einsetzen. Diese Oberflächen –  sogenannte „Skins“ – unterscheiden sich von Googles Version des Android-Betriebssystems und sind oft bei Nutzung des eingebauten Screenreaders TalkBack schlechter oder gar nicht zugänglich.

Da Googles "Vanilla Android" also im Vergleich zu den Hersteller-Skins am zugänglichsten ist, haben wir für den Test bewusst Googles Nexus-Gerät ausgewählt. Diese Wahl stellte bei den regelmäßigen Google-Updates auch sicher, dass wir im Test eine möglichst aktuelle Android-Version mit den jeweils aktuellen Verbesserungen auch hinsichtlich der Zugänglichkeit des Betriebssystems und der Apps nutzen konnten.

Das Problem der Updates

Die häufigen Updates mobiler Betriebssysteme verweisen auf ein grundsätzliches Problem für Tests dieser Art. Für einen Testansatz, der ein Prüfinstrument mit Aufgaben definiert, Probanden sucht, Tests über mehrere Wochen durchführt und dann die Ergebnisse analysiert auswertet, sind die mobilen Update-Zyklen einfach zu schnell.

Damit unsere Testergebnisse für Nutzer, die aktuell den Kauf eines Tablets erwägen, möglichst relevant bleiben, war es deshalb wichtig, die Testergebnisse mit der neuesten Version des jeweiligen Betriebssystems zu überprüfen – denn dies ist die Version, die Käufer eines geeigneten Geräts in der Regel erhalten. (Bei Android-Geräten, die häufig mit veralteten Systemversionen angeboten werden, fällt die Wahl blinder Nutzer wahrscheinlich auf ein bereits aktuelles oder leicht aktualisierbares Google Nexus Gerät bzw. auf eines, das auch mit „Vanilla Android“ angeboten wird.) Die hohe Update-Frequenz der Betriebssysteme und Apps bedeutete, dass sich einige unserer Testresultate mit Probanden schon nach wenigen Wochen als überholt erwiesen. Nach-Tests führten in diesen Fällen zu einer partiellen Anpassung der Testergebnisse.

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