BITV 2.0 (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung)

Die deutsche Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) 2.0 legt für Einrichtungen des Bundes die Anforderungen an die Barrierefreiheit von Webangeboten fest. Die BITV 2.0 folgt im Wesentlichen den Web Content Accessibility Guidelines 2.0 des W3C.

Stand: 11. März 2014

Ein wichtiger Unterschied zu den WCAG ist die Zusammenfassung der Konformitätsebenen A und AA der WCAG 2.0 in einer Priorität (Priorität I). Die generelle Anforderung an Webangebote ist die Erfüllung dieser Priorität I. Die Verordnung bestimmt, dass "zentrale Navigations- und Einstiegsangebote zusätzlich die unter Priorität II aufgeführten Anforderungen und Bedingungen berücksichtigen" sollen. Die Priorität II enthält weitergehende Anforderungen, die weitgehend der Ebene AAA der WCAG 2.0 entsprechen.

Die BITV definiert allerdings nicht, was "zentrale Navigations- und Einstiegsangebote" denn eigentlich genau sind. Sicherlich anwendbar ist diese Anforderung auf Websites, die deutlich Portalcharakter haben, etwa das Angebot Einfach teilhaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Für Startseiten von Internet- oder Intranetangeboten einer Bundesbehörde verlangt die BITV 2.0 außerdem Erläuterungen in Deutscher Gebärdensprache und in Leichter Sprache, nämlich Informationen zum Inhalt, Hinweise zur Navigation sowie Hinweise auf weitere, im Angebot vorhandene Informationen in Deutscher Gebärdensprache oder in Leichter Sprache. In dieser Forderung geht die BITV über die Anforderungen der WCAG 2.0 auf Ebene AA hinaus.